Lohnfortzahlung bei Reha

Ist bei einer Reha mit Lohnfortzahlung zu rechnen?

Während der Zeit der Rehabilitation haben Arbeitnehmer einen sechswöchigen Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Haben Sie diesen Anspruch durch eine gleichartige Vorerkrankung bereits teilweise oder ganz aufgebraucht, erhalten Sie nach Ablauf der sechs Wochen vom Rehabilitationsträger Krankengeld, Verletztengeld oder Übergangsgeld für die Dauer der Rehabilitation.

Voraussetzung hierfür ist, dass Sie unmittelbar vor Beginn der Reha-Maßnahmen oder einer vorangegangenen Arbeitsunfähigkeit Arbeitseinkünfte erzielt und Beiträge zur Rentenversicherung geleistet haben.

Eine Gehaltsabrechnung liegt neben Geldscheinen.
© fotomek / Fotolia

Höhe der Lohnfortzahlung

Für Versicherte ohne Kinder beträgt das Übergangsgeld 68 %, mit einem Kind und Kindergeldanspruch 75 % des letzten Nettoeinkommens. Sind Sie freiwillig versichert oder selbstständig tätig, errechnet sich das Übergangsgeld aus 80 % des Einkommens, das der Berechnung Ihrer im letzten Kalenderjahr gezahlten Beiträge zugrunde lag.

Gleichzeitig erzieltes Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen wird auf das Übergangsgeld angerechnet.

Besonderheiten bei Beziehern von Arbeitslosengeld

Lag direkt vor Beginn der Rehabilitation Arbeitslosigkeit vor, bekommen Sie gegebenenfalls Übergangsgeld in Höhe Ihres Arbeitslosengeldes. Empfänger von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) erhalten dieses in der Regel auch während der Reha weiter.

Zuletzt geändert am: 14.10.2019

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