Reha mit Kind

Eine Rehabilitationsmaßnahme soll die körperliche und seelische Leistungsfähigkeit so gut wie möglich wiederherstellen und eine Eingliederung ins Berufsleben erleichtern. Sie soll auch einer möglichen Pflegebedürftigkeit und frühzeitigem Ausscheiden aus dem Berufsleben vorbeugen. Bei Rehabilitationsmaßnahmen werden stationäre und ambulante Vorsorgemaßnahmen unterschieden. Ist bei Mutter oder Vater eine Reha-Maßnahmen notwendig und kann das Kind nicht vom anderen Elternteil oder einem Familienmitglied betreut werden, muss die erkrankte Person nicht auf die Kur verzichten. Häufig ist eine Rehabilitationsmaßnahme zur Festigung der Gesundheit nach einer Krebserkrankung (onkologische Reha) notwendig (Anschlussheilbehandlung). Auch chronische Erkrankungen unterschiedlichster Art können die Kur begründen.

Reha-Maßnahmen mit begleitendem Kind

Es gibt zahlreiche Kliniken, in denen eine Reha mit begleitendem Kind durchgeführt wird. Hierfür wurden spezielle Programme entwickelt, in denen beiden Seiten gerecht werden. In der Regel gibt es eine qualifizierte Kinderbetreuung, sodass Eltern ihre Behandlungen ohne Zeitdruck, Stress und Schuldgefühle wahrnehmen können. Ein Rehabilitationsverfahren mit begleitendem Kind ist im Rahmen der Haushaltshilfe möglich. Dabei prüft der Rentenversicherungsträger zunächst, ob Eltern Anspruch auf eine Kostenübernahme für die Kinderbetreuung und Haushaltsführung während des Rehaaufenthaltes des Elternteils haben. Liegt dies vor, aber es kann keine adäquate Haushaltshilfe ermöglicht werden, können die Kinder zur Reha der Eltern mitgenommen werden. Dabei gibt es aber ein paar Voraussetzungen:

  • Kinder müssen unter 12 Jahren sein
  • Für Kinder mit Behinderungen oder beim Vorhandensein besonderer Gründe gilt diese Altersgrenze nicht
  • Der Rehaerfolg darf durch die Anwesenheit der Kinder nicht gefährdet werden
  • Es sprechen keine medizinischen Gründe gegen die Anwesenheit des Kindes
  • Die Rehaklinik bietet einen gemeinsamen Aufenthalt von Eltern und Kindern an

Benötigt ausschließlich das Kind eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme, handelt es sich um eine Reha für Kinder und Jugendliche. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, dass Eltern die Kinder  während der 3-4 Wochen Aufenthalt begleiten. Ist durch eine allgemeine Belastungssituation die Gesundheit eines Elternteil gefährdet oder verursacht bereits Probleme, ist eine stationäre Vorsorge- oder Rehamaßnahme in Form einer Mutter-Kind-Kur denkbar.

Mehrere Mütter mit ihren Kindern spielen zusammen mit Gymnastikbällen
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Sehr gute Kinderbetreuungsangebote in der Reha mit begleitendem Kind

Damit die Kinder während Ihrer Therapie nicht sich selbst überlassen sind, gibt es neben Kindergärten für die Kleinsten auch Aktiv-Programme für größere Kinder. Die Kindergärten sind modern und pädagogisch sinnvoll ausgestattet, so dass sich jedes Kind wohlfühlen kann. Oft gibt es großzügige Freiflächen und Spielmöglichkeiten. Häufig haben die Kliniken auch Schwimmbäder, in denen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam schwimmen können.

Da die Therapien auch in die Mittagszeit fallen können, nimmt man meist zu Abend eine gemeinsame Mahlzeit ein. Die Unterbringung erfolgt in geräumigen, ansprechenden Zimmern. Ausführliche Informationen werden bereits vorab versandt, so dass sich die Familien gut vorbereiten können.

Fazit

Es gibt viele Situationen, die eine Reha mit Kind erforderlich machen. Auch als erkrankte Mutter oder Vater steht Ihnen je nach Schwere der Krankheit und Familiensituation eine Kur zu. Damit Ihr Kind auch während dieser Zeit betreut ist, können Sie es in eine speziell hierfür ausgestattete Klinik mitnehmen.

Artikel vom Expertengremium Reha lektoriert, 10.08.2018

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