Schulterbruch

Brüche im Schulterbereich sind oftmals Oberarmkopfbrüche. Auch kann es zu Verletzungen der Schulterpfanne, des Schlüsselbeines oder des Schulterblattes kommen. Ein Schulterbruch ist überaus schmerzhaft und schränkt die Bewegungsfreiheit der Patienten spürbar ein. Neben den starken Schmerzen klagen Betroffene zudem oftmals über Schwellungen, Blutergüsse und in seltenen Fällen auch über lokale Lähmungserscheinungen. Aufgrund der beschriebenen Beschwerden ist eine umgehende Arztvorstellung erforderlich.

Mögliche Ursachen der Schulterverletzung

In erster Linie sind Stürze auf die Schulter als Auslöser eines Bruches zu sehen. Im Alter, durch Osteoporose bedingte Knochenabnahme, kommt es gehäuft zu Verletzungen. Aber auch bei sportlichen Aktivitäten besteht ein erhöhtes Risiko einer Verletzung. Auch Fahrradstürze oder Glatteisunfälle sind eine häufige Ursache für Brüche oder Ausrenkungen des Schultergelenkes.

Diagnose eines Schulterbruchs

Nach Aufsuchen eines Arztes erfolgt die Befragung des Patienten und eine anschließende Untersuchung. Bei dem Verdacht auf einen Bruch wird eine Röntgenaufnahme angefertigt. Das Untersuchungsergebnis liefert Aufschluss über die Art und die Schwere des Bruchs. Im Zweifelsfall ordnet der Arzt weitere Maßnahmen an. Besonders Gefäßverletzungen werden oftmals von Knochen überdeckt, sodass sie nicht am Röntgenbild erscheinen. Hier schaffen Computertomografien, Ultraschall-Doppler-Untersuchungen oder Kontrastmitteldarstellungen Sicherheit. In seltenen Fällen klagen Patienten über Lähmungserscheinungen, die im Anschluss an die Grunduntersuchung in der Regel von einem Neurologen begutachtet werden.

Therapiemöglichkeiten

Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung der schmerzfreien Mobilität. Die Therapie richtet sich nach der Art des Knochenbruches und dem Alter des Patienten sowie dem Funktionsanspruch des Patienten.

Heutzutage können ca. 90 % der Schulterfrakturen konservativ, ohne operativen Eingriff, behandelt werden.

Diagnose Schulterbruch
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Nicht verschobener Bruch

Oftmals konservative Therapie. Neben der Ruhigstellung in einer Armschlinge, Gilchristverband oder Bandage und ausreichender Schmerzmedikation sollten krankengymnastische Übungen relativ zeitnah begonnen werden.

Verschobener Bruch

Handelt es sich um einen komplexen Bruch mit mehreren Bruchstücken ist oftmals eine operative Versorgung erforderlich. Die Operationsindikation wird vom Arzt in Abstimmung mit dem Patienten getroffen. Bei Nerven und Gefäßverletzung wird oft eine Operation notwendig. Hier ist das vorrangige Ziel, die Bruchstücke mit Schrauben und Metallplatten so zu fixieren, dass bleibende Schäden vermieden werden. In seltenen und sehr komplizierten Fällen wird das gesamte Gelenk durch ein Kunstgelenk ersetzt.

Rehabilitation nach einer Schulterfraktur

Bis eine schmerzfreie Beweglichkeit nach einer Schulterfraktur möglich ist, können 6-12 Wochen vergehen. Im Zuge der Nachbehandlung sind regelmäßige Besuche beim Haus- und Facharzt sowie Physiotherapien notwendig. Der Arzt kontrolliert hierbei den Heilungsverlauf und überprüft zudem, ob es mögliche Verschiebungen der Fraktur gibt. Um auszuschließen, dass sich die Schulter versteift, bedarf es regelmäßiger Behandlung. Diese ist besonders nach einem operativen Eingriff notwendig, um die Beweglichkeit der Gelenke wiederherzustellen. Die Behandlung ist stationär sowie ambulant möglich, wobei im Zuge einer Reha ein stationärer Aufenthalt von bis zu drei Wochen möglich ist. Um die Heilung und Beweglichkeit zu fördern, werden auch Wassertherapien durchgeführt.

Fazit

Ein Schulterbruch ist eine schmerzhafte und langwierige Erkrankung, die dem Patienten viel Geduld abverlangt. Mithilfe eines individuellen und umfassenden Therapieplans sind die Heilungschancen jedoch exzellent. Eine gute Nachsorge ist hierbei das A und O jeder Behandlung, um Spätfolgen, wie beispielsweise Schultergelenkverschleiß (Arthrose), so gut als möglich zu vermeiden.

zuletzt geändert am: 19.07.2019

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