SIQ! Forum 2016

Eine gemeinsame Veranstaltung der Initiative Qualitätsmedizin und Qualitätskliniken.de

Am 30. & 31. Mai hat erstmalig das SIQ! Forum 2016 als erste gemeinsame Veranstaltung der Stiftung Initiative Qualitätskliniken stattgefunden. Aus unserer Sicht ein großer Erfolg. Knapp 400 Teilnehmer haben die verschiedenen Veranstaltungsteile besucht, sich ausgetauscht und diskutiert.

Den Auftakt machte Dr. Boris Augurzky vom RWI. In seinem Vortrag zum Thema „Qualität – Was will die Politik, was erwartet die Kliniken?“ erklärte er, dass die Politik die Stärkung der drei Elemente anstrebe: Nachfrage (Qualitätstransparenz, Versorgungsforschung), Vergütungssystem (P4P, Qualitätsverträge) und Planung/Regulierung (Krankenhausplanung). Das Krankenhausstrukturgesetz bezeichnete er als eine der folgenreichsten Reformen seit der Einführung der DRGs.

Mit Neugierde wurde unter anderem der Vortrag von Dr. Christof Veit erwartet, der den Status quo des IGTIQ vorstellte sowie die Ergebnisse aus dem ersten Jahr des neu gegründeten Qualitätsinstituts. Noch im Dezember 2016 sollen im Gemeinsamen Bundesausschuss Qualitätsindikatoren verabschiedet werden, die dann bereits ab 01.01.2017 Bestandteil der Krankenhausplanung sein sollen. Der ambitionierte Zeitplan der Politik scheint auch in der Erarbeitung von Lösungen im IQTIG fortgeführt zu werden. Dass innerhalb eines Jahres keine neuen Indikatoren zu erwarten sind, scheint auf der Hand zu liegen. Es ist zu erwarten, dass bereits seit längerem bekannte Indikatoren verwendet werden, die zeigen, ob ein Krankenhaus innerhalb eines akzeptablen Spielraums agiert. Eine Verschlankung und Handhabbarmachung der Qualitätssicherungs-Verfahren wäre genauso zu begrüßen wie eine Ausrichtung an den Patientenbedürfnissen. Dem konnten sich auch Prof. Axel Ekkernkamp, Martin Litsch, Thomas Reumann, Prof. Ralf Kuhlen und Dr. Michael Philippi in der gemeinsamen Podiumsdiskussion anschließen; dabei sollte vor allem die Ergebnisqualität stärker in den Blick genommen werden. Guter Rat in Bezug auf Qualitätszu- und –abschlagsregelungen blieb jedoch auch in dieser Runde aus.

von Friederike Preuß, 01.06.2016

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