3. Nationales Reha-Forum - Der Rückblick

Am 21. und 22. März 2019 tauschten sich über 1.500 Teilnehmer bei diesem Familientreffen der Gesundheitsbranche zum DRG-System und dessen Teilabriss, zur Neuverteilung der Krankenkassenausgaben, zum DRG-Pflege-Split und den entsprechenden Auswirkungen auf die Altenpflege und Reha aus. Das Nationale DRG-Forum hat eine lange Tradition und fand bereits zum 18. Mal statt. Als Partner des noch jungen Nationalen Reha-Forums blicken wir zufrieden auf eine gut besuchte und erfolgreiche Veranstaltung zurück, deren Bedeutung gerade im Hinblick auf sektorenübergreifende Themen und eine umfassende Patientenversorgung steigt.

In der Innovationsarena, die aus der Start-Up Arena des DRG-Forums und der Qualitätsarena unserer eigenen Kongresse entstanden ist, stellten 13 Vertreter von Rehakliniken und Start-ups ihre Ideen vor. Unter der Moderation von Dr. Pierre-Michael Meier, dem Geschäftsführer der Entscheiderfabrik, hatten die Teilnehmer ein Bühnenzeitfenster, um die Kongressbesucher von Ihrem Produkt bzw. Projekt zu überzeugen. Die Besucher stimmten direkt über die Veranstaltungs-App über die beliebtesten Projekte ab.

Gewinner der Innovationsarena

In der Kategorie der Rehakliniken überzeugte die Dr. Becker Klinikgruppe mit Ihrem Beitrag „Mein Bereich – der neue Reha-Planer für Patienten“. Ein Online Service, um Patienten frühzeitig an die Hand zu nehmen und sie nicht nur während sondern auch vor und nach der Reha mit Tipps und Informationen zu begleiten. Vorab können sie beispielsweise Packlisten oder Anreiseinfos einsehen, während der Reha Informationen zu den Speiseplänen und zur Therapieplanung abrufen und sich nach der Reha über passende Nachsorge-Angebote informieren. Online-Fragebögen und e-Schulungen gehören ebenso zur Webapplikation wie der Austausch im Patientenforum.

Als Gewinner unter den Start-ups wurde die Firma Polavis mit ihrem Projekt „Digitaler Check-in im Krankenhaus – Patientenaufnahme per App“ gekürt. Der Aufnahme Manager beinhaltet ein Terminverwaltungssystem und kann direkt mit dem klinikinternen Terminkalender, dem KIS und dem OP-Plan verbunden werden. Dies ermöglicht eine gezielte Bearbeitung von Anfragen, eine bessere Planung, eine erhebliche Reduzierung des Arbeitsaufwands durch weniger Telefonanrufe und eine asynchrone Terminvergabe.

Als feste Größe auch in der Weiterentwicklung bei Qualitätskliniken.de steht die Ergebnisqualität in der Reha. Dazu tauschten sich unter anderem Dr. Ralf Bürgy, Leiter der Organisationsentwicklung  und Qualitätsmanagement der MediClin AG, Prof. Dr. Matthias Rose von der Charité Universitätsmedizin Berlin, Dr. Susanne Weinbrenner, Leiterin des Geschäftsbereichs Sozialmedizin und Rehabilitation der DRV Bund und Prof. Dr. Holger Schulz, Forschungskoordinator im Zentrum für Psychosoziale Medizin am UKE Hamburg unter der Moderation von Prof. Dr. Matthias Köhler, CMO der Vamed Kliniken Deutschland über das Ziel, ein Qualitätssicherungssystem zur Erfassung und transparenten Darstellung von Ergebnisqualität auf Basis international akzeptierter Proms aus. Sie sind sich einig: Ein transparenter Qualitätswettbewerb in der Reha ist Motor für die Qualitätsentwicklung. In der Messung von Verbesserungen durch eine Rehamaßnahme sollten in Zukunft in höherem Ausmaß die subjektiven Einschätzungen von Patienten eine Rolle spielen. Dabei werden die individuellen Voraussetzungen der Patienten und die krankheitsspezifischen Einschränkungen und Fortschritte berücksichtigt. Die Sicht des Patienten auf den Rehaerfolg und die Veröffentlichung dieser Ergebnisse wird zunehmend wichtiger.  

Annabelle Neudam, Geschäftsführerin von Qualitätskliniken.de, stellte unter der Workshopleitung von Dr. Peter Gausmann, Geschäftsführer der GRB, das Portal zur Rehasuche von Qualitätskliniken.de im Rahmen der Diskussion zu Public Reporting und Vergleichsportale für Reha und Akut vor. „Aggregierte Informationen und klare Rankings sind entscheidend, um Patienten Orientierung zu geben. Wir bieten einen objektiven und fairen Qualitätsvergleich in der Reha. Unser Ziel ist es, die Transparenz und Patientenorientierung in der Reha weiter zu fördern und das Wunsch- und Wahlrecht der Patienten zu unterstützen.“ Auch in dieser Diskussion zeigte sich, dass künftig noch viel mehr über Sektorengrenzen hinweg gedacht, gemacht und gemessen werden muss. Schließlich möchte der Patient für sich wissen, wo er – und das vom Hausarzt über den Facharzt zur Klinik und zur Reha bis hin zur nachstationären Behandlung – die beste Leistung bekommt und gesund wird.

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