Zentrale Aufnahme

im Asklepios Fachklinikum Göttingen

Die Zentrale Aufnahme (ZA) im Asklepios Fachklinikum Göttingen nahm im Oktober 2015 ihren Dienst auf. Bis dahin erfolgten die Aufnahmen der Patienten ubiquitär, aber überwiegend auf den allgemeinpsychiatrischen Stationen der Akutpsychiatrie. Aufgrund der unterschiedlichen Arbeitsabläufe der Berufsgruppen Arzt und Pflegeteam lief der Aufnahmeprozess unkoordiniert und war häufig mit längeren Wartezeiten für die Patienten verbunden.

Anmeldungen zu Routineuntersuchungen im Rahmen der Aufnahme wie EKG und Blutabnahmen erfolgten von der jeweils aufnehmenden Station. Aus Sicht der Station betrachtet, störte das Aufnahmeprozedere den Stationsablauf, beispielsweise mussten Visiten unterbrochen werden oder Gruppenangebote konnten in Erwartung der Patienten gar nicht erst stattfinden. Zudem erfolgte die administrative Aufnahme separat.

Mit der Einführung einer zentralen Aufnahme sollte eine Optimierung der Patienten-, Mitarbeiter- und Kundenorientierung, eine Verbesserung der Abläufe des Aufnahmeprozesses und der Wirtschaftlichkeit erreicht werden. Zielsetzung war, dass in einem für Patienten gut zugänglichen Bereich der Klinik die Anmeldung, Belegungskoordination, Erstversorgung und die klinische Aufnahme koordiniert von einem Facharzt und einer Fachpflegekraft durchgeführt werden.

Die administrative Aufnahme sollte in den Aufnahmeprozess integriert werden. Das Belegungsmanagement sollte durch die Zentralisierung optimiert werden und Tätigkeiten, die mit der Aufnahme von Patienten verbunden sind, sollten den Stationsalltag möglichst nicht behindern, damit sich die Tätigkeiten auf den Stationen auf die Behandlung von Patienten fokussieren und administrative Tätigkeiten wie zum Beispiel das Führen von Wartelisten, an die ZA abgegeben werden können.

zentraler Aufnahmebereich

Eine Projektgruppe wurde beauftragt, um die Umsetzung einer ZA vorzubereiten und ein Konzept zu erarbeiten. Eine Erhebung des Ist-Zustandes Aufnahme (Akut- und Elektiv-Aufnahme, Aufnahmedaten aus dem Controlling) und eine Definition der psychiatrischen Akutaufnahmen mit festgelegten Ausnahmeregelungen für definierte Patientengruppen wurden erarbeitet. Es folgte die Erstellung von Ablauf- bzw. Prozessbeschreibungen (zum Beispiel Leitfaden/ Workflow Aufnahme, Verfahrensanweisung Akut-Aufnahme und Elektivaufnahme, Verfahrensanweisung administrative Aufnahme, Ersteinschätzung/ Gefährdung, Erstdiagnostik/ Differentialdiagnostik) sowie die Beschreibung der personellen Zusammensetzung und Einsatzplanung für das Team der ZA.

Die mögliche Lokalisation beziehungsweise das vorhandene Raumangebot wurde überprüft und eine Aufstellung über die notwendige Ausstattung des Bereichs angefertigt.

Die Zentrale Aufnahme ist eine optimale Organisationsform, um einen hohen Qualitätsstandard bei der Erstversorgung von Patienten, der Patientenaufnahme und dem Belegungsmanagement in einem psychiatrischen Fachkrankenhaus zu gewährleisten.

Die ZA befindet sich im Erdgeschoss des Hauptgebäudes und steht für die Patientinnen und Patienten in der Aufnahmesituation als Hauptansprechpartner zur Verfügung. Das Team der ZA setzt sich aus einer Fachärztin/ einem Facharzt, einer Case-Managerin, einer medizinischen Fachangestellten und einer Krankenschwester zusammen und ist in den Kernarbeitszeiten eines Krankenhauses in der Zeit von 8:15 – 16:00 Uhr erreichbar.

Die ZA ist für das Aufnahme-, Belegungs- und Verlegungsmanagement zuständig.

Die administrative Aufnahme und der initiale ärztliche Kontakt mit Erstuntersuchung, EKG und Laboruntersuchung erfolgen koordiniert an einem Ort. Eine Verfahrensanweisung zum Standard „Aufnahme“ wurde festgelegt. Im Rahmen der Patienten-, Mitarbeiter- und Kundenorientierung (zum Beispiel Wartelistenmanagement, Ansprechpartner für Einweiser und Rettungsstellen) konnte über ein zentrales Belegungsmanagement eine Optimierung der Abläufe und der Wirtschaftlichkeit erzielt werden.

Zuletzt geändert am: 23.11.2018

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