Reha bei Depressionen

Wann empfiehlt sich bei Depressionen eine Reha und welche Ziele hat sie?

Obwohl Depressionen meist gut therapierbar sind, ist manchmal die Behandlung in einer Klinik erforderlich, um die Erkrankung unter Kontrolle zu bekommen.

Indikation und Ziele einer Reha bei Depressionen

Ein Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik empfiehlt sich insbesondere dann:

  • wenn Sie sich übermäßig lange in einer depressiven Stimmungslage befinden und ambulante Therapien nicht weiterhelfen,
  • wenn depressive Phasen vermehrt auftreten und hinsichtlich ihrer Intensität zunehmen,
  • wenn eine ambulante Psychotherapie nicht ausreichend anschlägt oder
  • wenn sich die Depressionen negativ auf Ihr Alltags- und Berufsleben ausüben (z. B. drohender Verlust des Arbeitsplatzes).
Eine Frau sitzt in sich zusammengefallen auf dem Boden und hält sich eine Hand vor die Stirn. Sie scheint in einer depressiven Stimmungslage zu sein.
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Die Ziele der Reha bei Depression bestehen darin, die Symptome der depressiven Störung deutlich zu mindern und letztendlich vollständig abzustellen. Darüber hinaus geht es darum, die psychosoziale und berufliche Leistungsfähigkeit des Patienten wiederherzustellen und das Risiko für einen kurzfristigen Rückfall oder eine spätere Wiedererkrankung zu minimieren.

Dauer einer entsprechenden Reha-Maßnahme

Von der Deutschen Rentenversicherung finanzierte stationäre Reha-Maßnahmen bei Depression dauern im Durchschnitt 34 Tage.

Bezahlt die Krankenkasse die Reha, beträgt die Verweildauer hingegen meist nur 21 Tage. Eine etwaige Verlängerung hängt von der Schwere der Erkrankung sowie dem voraussichtlich zu erwartenden Behandlungserfolg ab.

Artikel vom Expertengremium Reha lektoriert, 18.01.2018

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