Die Reha ist zu Ende – und dann?

Eine stationäre Reha dauert in der Regel 3 bis 5 Wochen. Während dieser Zeit sollen die Beschwerden der Patienten verbessert und die Patienten insbesondere darauf vorbereitet werden, mit verbleibenden Herausforderungen umzugehen, diese selbstständig oder durch ambulante Unterstützung weiter zu verbessern und wieder uneingeschränkt an allen Lebensbereichen teilnehmen zu können.

Mit einem umfassenden Angebot wird während des Aufenthaltes darauf hingearbeitet, dass genau diese Ziele erreicht werden. Ob Bewegung, Entspannungstechniken, Achtsamkeit, Patientenschulungen, Ernährungsberatungen oder Gruppengespräche, in kurzer Zeit erhalten die Patienten viel Input. Wie das neugewonnene Wissen dann im Alltag umgesetzt wird, stellt viele vor eine große Herausforderung.

Seit diesem Jahr gilt nun das neue Reha-Nachsorgekonzept der Deutschen Rentenversicherung Bund verbindlich und bundesweit einheitlich. Reha Einrichtungen werden damit stärker in die Verantwortung genommen, die Phase nach dem Reha-Aufenthalt frühzeitig zusammen mit dem Patienten zu besprechen und zu planen. Das bedeutet, dass nicht nur theoretische Empfehlungen ausgesprochen werden, welche Maßnahmen die Patienten im Anschluss an die stationäre Reha weitergehend durchführen oder welche Übungen sie selbstständig zu Hause anwenden sollen. Vielmehr stehen vier ganz konkrete Nachsorge-Programme zur Verfügung, aus denen Arzt und Patient gemeinsam auswählen und einen passenden Anbieter vor Ort finden. Ziel ist es, den eingetretenen Rehabilitationserfolg zu festigen.

  • T-RENA
    Die Trainingstherapeutische Rehabilitationsnachsorge richtet sich an Patienten, deren Beweglichkeit eingeschränkt ist. Es handelt sich um eine Nachsorge, mit der die körperliche Leistungs- und Belastungsfähigkeit durch ein gerätegestütztes Training gesteigert werden soll und wird vor allem in Rehabilitationseinrichtungen, Gesundheitszentren, Physiotherapie-Praxen oder Krankenhäusern durchgeführt.
     
  • IRENA
    Die Abkürzung steht für intensivierte Reha-Nachsorge und wird berufsbegleitend für verschiedene Indikationen angeboten. Insbesondere geht es darum, Problembereiche in Bezug auf die Erwerbsfähigkeit und deren Stabilisierung zu verbessern oder die berufliche Wiedereingliederung zu erzielen.
     
  • Psy-RENA
    Diese Form der Reha-Nachsorge richtet sich an Patienten mit psychischen Beschwerden oder Verhaltensstörungen. Erlernte Verhaltensweisen und Strategien zur Stress- und Konfliktbewältigung sollen im Alltag und im Berufsleben umgesetzt werden. Außerdem erfolgt die Stärkung der kommunikativen und sozialen Kompetenzen.
     
  • Sucht-Nachsorge
    Hierbei handelt es sich um eine Reha-Nachsorge bei Abhängigkeitserkrankungen, die auf Basis eines gemeinsamen Rahmenkonzepts mit der gesetzlichen Krankenversicherung angeboten wird. In der Reha erworbene Verhaltensweisen und Einstellungen sollen gesichert und gefestigt werden.

Als ergänzende Leistungen stehen den Patienten Rehabilitationssport und Funktionstraining zur Verfügung. Während im Rehasport Ausdauer, Kraft, Koordination und Flexibilität mit sportlichen Elementen verbessert werden, geht es im Funktionstraining eher um den gezielten Aufbau von Muskeln oder Gelenken.

Das Nachsorge Angebot ist ob der Vielzahl der Patienten insbesondere im ländlichen Raum noch immer eine Herausforderung. Hilfe bei der Suche bietet hier das Nachsorge Suchportal der DRV und für psychosomatische Reha die Plattform Psyrena.

Zuletzt geändert am: 08.07.2019

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