Qualitätsorientierte Vertragsgestaltung ist möglich

Berlin, 22.09.2014 - Im Rahmen der Veranstaltung „Diskussionsforum Qualitätsorientierte Vergütung“ am 18.09.2014 in Berlin widmeten sich knapp 200 Teilnehmer aus dem Gesundheitswesen zukunftsorientierten Lösungen vorbereitend auf die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung festgeschriebenen Veränderungen im Krankenhausmarkt: die Qualitätsfokussierung im Krankenhaus. Das Hauptaugenmerk der Veranstaltung galt Überlegungen zur Qualitäts- und Leistungsorientierten Vergütung, der so genannten Pay for Performance, die mit namhaften Vertretern aus Politik, Krankenkassen, Krankenhäusern, Patientenvertretern und Selbstverwaltung diskutiert wurden.  

"Gute Qualität soll sich lohnen. Sie soll sich für die Leistungserbringer aber auch für die Patienten lohnen. Bisher lohnt sich gute Qualität kaum, denn schlechte Leistung wird genauso bezahlt, wie Gute. Doch das soll sich ändern. Mit Hilfe des unabhängigen Qualitätsinstituts müssen auf der Grundlage von einheitlichen Qualitätsdaten Konsequenzen gezogen werden. Wer sich nicht verbessert, und die Chance soll jeder bekommen, der soll seinen Leistungsauftrag verlieren. Bei allem: Es geht um Qualität und Patientenorientierung. Es ist eine Einladung an alle im Gesundheitswesen, diesen Weg mit zu vollziehen."

Cornelia Prüfer-Storcks, Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg

"Es gibt wuchtige Umverteilungsbewegungen, die nicht alle gern sehen, doch das System funktioniert!"

Dr. Georg Rüter, Vorstandsvorsitzender des Zweckverbandes freigemeinnütziger Krankenhäuser Münsterland und Ostwestfalen e.V.

"Leistungsorientierte Vergütung sollte in der Regel keine Dauereinrichtung sein. Die Häuser, die schlecht behandeln, sollen es zeitnah besser machen oder gar nicht. Leistungsorientierte Vergütung wird künftig eher ein wichtiger Impulsgeber für die Weiterentwicklung der Versorgung sein. Sie kann die Einrichtungen fördern, die effizient vorbildhafte Qualitätsergebnisse erreichen."

Dr. Christof Veit, Geschäftsführer des BQS-Instituts

"Dass Qualität im Fokus steht, ist ein Prozess. Qualität ist kein neues Thema, dennoch muss man sich stärker damit auseinandersetzen. Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe setzt die Vorgaben aus dem Koalitionsvertrag um, die Erwartungen an die Arbeitsgruppe sind enorm. Wichtig sind vor allem die sektorübergreifende Betrachtung und die Sicht der Patienten soll in den Mittelpunkt rücken."

Maria Michalk, Mitglied des Auschusses für Gesundheit im Deutschen Bundestag

"Die Krankenhäuser haben sich selbst auf den Weg begeben, etwa mit dem Portal Qualitätskliniken.de, haben sich in mehreren Dimensionen transparent gemacht und nicht auf die Politik gewartet. Es ist uns immer wichtig gewesen, die Anregungen von Patienten und Angehörigen zu bekommen, das tun wir seit Jahren. Man sollte klein anfangen, loslegen und Mut beweisen. Die Politik findet viele Partner auf der Krankenhaus-Seite, die sich mit auf diesen Weg begeben."

Dr. Dorothea Dreizehnter, Vorstand Medizin und Pflege der Sana Kliniken AG

"Dass Qualität bei der Vergütung von Krankenhausleistungen künftig eine wesentliche Rolle spielen wird, steht für uns außer Frage. Wir sind der Überzeugung, dass Krankenhäuser, Politik und Krankenkassen sich frühzeitig an einen Tisch setzen und gemeinsam Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für qualitätsorientierte Vergütung definieren müssen. Mit dem Vergleichsportal www.qualitaetskliniken.de haben wir von Beginn an auf maximale Qualitätstransparenz gesetzt und Offenheit für das gemeinsame Erarbeiten zukunftsweisender Definitionen signalisiert. Wir freuen uns, dass der Einladung zum Diskussionsforum so viele gefolgt sind und wollen den Dialog auch künftig fortführen."

Christian Lautner, Geschäftsführer der 4QD-Qualitätskliniken.de GmbH

Die Mitgliedskliniken im Krankenhaus-Vergleichsportal Qualitätskliniken.de begrüßen die Qualitätsfokussierung der Bundesregierung außerordentlich. Sie haben sich bereits vor vielen Jahren aus freien Stücken selbst verpflichtet, die Qualität der von ihnen erbrachten Leistungen nach transparenten und nachvollziehbaren Qualitätsindikatoren bewerten zu lassen. Damit legen sie gegenüber den Patientinnen und Patienten ihre Stärken und Schwächen offen. Ein solcher Qualitätsvergleich zwingt die teilnehmenden Krankenhäuser dazu, sich kritisch mit der Qualität der eigenen Leistungen auseinanderzusetzen und gezielt Verbesserungsprozesse einzuleiten. Aus den Anforderungen der täglichen Klinikpraxis haben die Mitgliedskliniken sieben Thesen für „Qualität im Krankenhaus der Zukunft“ abgeleitet und wollen damit einen konstruktiven Beitrag für die bevorstehende politische Debatte leisten:

  • Qualität in der medizinischen Versorgung ist die Erfüllung der Anforderungen von Patienten.
  • Qualität ist mehrdimensional.
  • Qualität ist messbar. 
  • Qualitätsinformationen müssen transparent und verständlich sein. 
  • Benchmarking fördert Veränderungen
  • Organisationsweite Systemzertifizierung fördert die Qualitätsfähigkeit. 
  • Qualitätsorientierte Vertragsgestaltung ist möglich.

Das Suchportal von Qualitätskliniken.de:
http://www.qualitaetskliniken.de 

Kontakt:
4QD – Qualitätskliniken.de GmbH
Christian Lautner
Geschäftsführer
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel. (030) 32 50 36 50
Fax (030) 240 08 99 30
c.lautner@qualitaetskliniken.de

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