Reha lohnt sich

Wirkt Reha eigentlich? Über viele Jahre hinweg wird von der Reha ein Nachweis über den Nutzen der Maßnahmen gefordert. Es soll erwiesen werden, dass die Investitionen in die Reha von langfristigem Erfolg nicht nur für die Patientinnen und Patienten, sondern auch für die Leistungsträger, die Sozialversicherungsträger und auch die Arbeitgeber gekrönt ist.

Fehlte es bisher an Evidenz für genau diese Tatsachen, bringt nun das Institut für Rehabilitationsmedizinische Forschung (IFR) in Ulm unter der Leitung von Prof. Gert Krischak und Team mithilfe von Daten der AOK und der DRV Baden-Württemberg eine Kosten-Nutzen-Studie für die Reha bei chronischen Rückenschmerzen heraus. Dazu verfolgt das Institut einen neuen wissenschaftlichen Ansatz, der der Methodenschwäche vergangener Analysen einiges entgegenzusetzen weiß und endlich auch den Vergleich zu einer Kontrollgruppe von Nicht-Rehabilitanden erlaubt.

Die Studienergebnisse

Durch die Rehabilitation kommt es zu unterschiedlichen Effekten, die nicht nur für den Rehabilitanden persönlich, sondern auch volkswirtschaftlich wirksam sind. Nach einer Rehamaßnahme sind die Patientinnen und Patienten in den Folgejahren in der Regel weniger krankgeschrieben (Absenkung der Arbeitsunfähigkeitstage). Außerdem werden weniger Krankenhausaufenthalte nötig, was wiederum die Kosten für Krankenhausausgaben senkt. Zudem kann das Renteneintrittsalter bzw. der Zeitpunkt der Berentung um mehrere Monate verschoben werden, was wiederum zu Einsparungen bei den Kostenträgern führt.

In der Summe führt die Rehabilitation bei chronischen Rückenschmerzen zu erheblichen, volkswirtschaftlich bedeutsamen Kosteneinsparungen. Insgesamt können durch die Rehabilitation Einsparungen in Höhe von 493 Millionen Euro im ersten Jahr beziehungsweise in Höhe von 566 Millionen Euro in den ersten beiden Jahren nach der Rehabilitation erzielt werden.

Im Einzelnen sind die beeindruckenden Effekte wie folgt zusammenzufassen:

  • Reha senkt Arbeitsunfähigkeitstage
  • Reha senkt Krankenhausausgaben
  • Reha verzögert den Renteneintritt und führt zu Kosteneinsparungen i.H.v. 8.500€ pro Fall
  • Einsparungen insgesamt: 566 Millionen Euro in den ersten beiden Jahren nach Reha

Eine Kurzveröffentlichung der Studie Wirksamkeit der orthopädischen Rehabilitation chronischer Rückenschmerzen hat der AOK Baden-Württemberg bereitgestellt.

19.07.2019

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