Pflege in Rehaeinrichtungen zielgerichtet stärken

Unser Partnerverband, der Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK), setzt sich für die Belange von Krankenhäusern und Rehakliniken in privater Trägerschaft auf politischer Ebene ein.

Der Gesundheitsausschuss des Bundestages beschäftigte sich in der vergangenen Woche mit der angespannten Situation der Pflege in deutschen Krankenhäusern, Rehaeinrichtungen und in der Altenpflege. Anträge der Fraktionen DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sehen u.a. vor, in Krankenhäusern eine verbindliche Personalbemessung einzuführen. Der BDPK lehnt die Einführung starrer Personalvorgaben für Krankenhäuser ab.

"Gesetzlich vorgeschriebene Personalzahlen werden die hohe Arbeitsverdichtung und Belastung der Pflegekräfte in den Krankenhäusern nicht wirklich ändern. Viel wichtiger ist ein Umdenken aller Akteursgruppen im Bereich der medizinischen Gesundheitsversorgung, um die Pflege in Krankenhäusern und Rehakliniken langfristig zu stärken."

Thomas Bublitz, BDPK-Hauptgeschäftsführer

In seiner Stellungnahme fordert der BDPK mit konkreten gesundheitspolitischen Maßnahmen, die Situation der Pflege gezielt und nachhaltig zu verbessern:

  • Die im heutigen Finanzierungssystem enthaltenen Elemente der Unterfinanzierung müssen beseitigt werden.
  • Die Pflege sollte mit einem gezielten Sofortprogramm ausreichend gefördert werden.
  • Förderprogramme dürfen die Pflege in Rehabilitationskliniken nicht ausschließen.
  • Der Pflegeberuf muss von bürokratischen und anderen pflegefernen Tätigkeiten entlastet werden. Neben einem Mehr an Geld ist es für die Attraktivität des Berufs wichtig, ihn interessant und abwechslungsreich zu gestalten.

von Friederike Preuß, 25.04.2018

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